Stand: Februar 2025
Warum so früh wie möglich anfangen?
Der Zinseszinseffekt ist bei Kindern besonders mächtig – weil der Anlagehorizont so lang ist. Wer ab Geburt 50 € monatlich in einen ETF-Sparplan investiert, hat dem Kind mit 18 Jahren bei 7 % Rendite fast 20.000 € übergeben. Wer erst mit 10 Jahren anfängt kommt auf weniger als die Hälfte – obwohl nur 8 Jahre fehlen.
Wie funktioniert ein Kinderdepot?
Ein Kinderdepot wird auf den Namen des Kindes eröffnet. Eltern oder Großeltern können einzahlen – das Kind ist der Eigentümer. Ab 18 kann es selbst darüber verfügen. Viele Direktbanken bieten Kinderdepots kostenlos an. ETF-Sparpläne sind oft schon ab 10–25 € monatlich möglich.
Steuerliche Vorteile beim Kinderdepot
Kinder haben einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 € jährlich – Kapitalerträge bis zu dieser Grenze sind steuerfrei. Zusätzlich kann eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragt werden wenn das Kind kein oder nur geringes Einkommen hat. Das erlaubt noch höhere steuerfreie Kapitalerträge.
Was Du beim Kinderdepot beachten solltest
Ab 18 gehört das Depot vollständig dem Kind – es kann frei darüber verfügen. Wenn Du das nicht willst, überleg ob ein Depot auf Deinen eigenen Namen mit Zweckbindung sinnvoller ist. Auch Schenkungen an Kinder bis 400.000 € alle 10 Jahre sind schenkungssteuerfrei.
Fazit
Ein Kinderdepot ist eines der wertvollsten Geschenke die Du Deinem Kind machen kannst. Früh anfangen, automatisieren und laufen lassen – der Zinseszins erledigt den Rest.

Gründer & lizenzierter Finanzberater (§34d/34f GewO) · FINABLE
Schreibt über Steueroptimierung, Altersvorsorge und Vermögensaufbau – verständlich, transparent und ohne Vertriebsdruck.



