Finanzbegriffe verständlich erklärt
Altersvorsorge, ETFs, Steuern und Versicherungen – die wichtigsten Begriffe rund um Deine Finanzen, klar und ohne Fachjargon.
A
Altersvorsorge
Maßnahmen zum Aufbau eines Einkommens für die Zeit nach dem Erwerbsleben – staatlich, betrieblich oder privat.
Abgeltungssteuer
Pauschale Steuer von 25 % auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne – plus Soli und ggf. Kirchensteuer.
Anlagehorizont
Geplanter Zeitraum, über den Kapital investiert bleibt – entscheidend für die Wahl der Anlageklasse.
Altersvorsorgedepot
Ab 2027 verfügbares staatlich gefördertes Wertpapierdepot – der Nachfolger der Riester-Rente, erstmals mit ETFs und für Selbstständige.
Arbeitnehmer-Sparzulage
Staatliche Förderung auf vermögenswirksame Leistungen — 20 % auf Wertpapier-VL (max. 80 €/Jahr) und 9 % auf Bauspar-VL (max. 42,30 €/Jahr), § 13 5. VermBG.
Ausschüttend
Fondstyp, bei dem Dividenden und Zinsen regelmäßig ausgezahlt werden – Gegenstück zu thesaurierenden Fonds.
Aktie
Anteilsschein an einem Unternehmen – wer Aktien kauft, wird Miteigentümer und profitiert von Kursgewinnen und Dividenden.
Altersrente
Monatliche Zahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung ab Rentenalter – meist 67 Jahre, abhängig von Rentenpunkten.
Anleihe
Festverzinsliches Wertpapier, mit dem Du Staaten oder Unternehmen Geld leihst und dafür Zinsen erhältst – sicherer als Aktien, aber renditeschwächer.
Arbeitgeberzuschuss
Zuzahlung des Arbeitgebers – z. B. 15 % Pflichtzuschuss zur bAV bei Entgeltumwandlung.
Aussteuerung
Ende des Krankengeldbezugs nach 78 Wochen – ohne Absicherung droht der finanzielle Absturz.
Abfindung
Einmalige Zahlung des Arbeitgebers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses – steuerpflichtig, aber per Fünftelregelung optimierbar.
AfA (Abschreibung)
Absetzung für Abnutzung – Vermieter schreiben Immobilien über 50 Jahre ab (2 % p. a., Neubau ab 2023: 3 %).
Altersarmut
Leben im Alter unter der Armutsgrenze – 19,6 % der Menschen ab 65 Jahren in Deutschland gelten als armutsgefährdet (Destatis, Mikrozensus 2024).
Auszahlungsplan
Strukturierte Entnahme aus Deinem Vermögen im Alter – z. B. monatlich aus einem ETF-Depot, ohne das Kapital zu schnell aufzubrauchen.
Aktiv vs. Passiv
Aktive Fonds versuchen den Markt zu schlagen, passive ETFs bilden ihn nur ab – langfristig schaffen >80 % der aktiven Fonds das nicht.
B
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Vom Arbeitgeber organisierte Altersvorsorge – mit Steuer- und Sozialabgabenersparnis durch Entgeltumwandlung.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Zahlt eine monatliche Rente, wenn Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst.
BaFin
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – deutsche Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister.
Beitragsbemessungsgrenze
Einkommensgrenze, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge berechnet werden – 2026 bundeseinheitlich 8.450 €/Monat (RV/ALV) bzw. 5.812,50 €/Monat (GKV/PV).
Bruttolohn
Vertraglich vereinbartes Gehalt vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben – je nach Steuerklasse bleiben 55–70 % netto.
Benchmark
Vergleichsindex für Fonds und ETFs – meist schlagen aktive Fonds langfristig ihre Benchmark nicht.
Bonität
Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens – entscheidend für Kredite, Mietverträge und mehr.
Basisrente (Rürup-Rente)
Staatlich geförderte Altersvorsorge mit steuerlich absetzbaren Beiträgen bis 30.826 € jährlich (Single, 2026) – ideal für Selbstständige und Gutverdiener.
Bausparen
Kombination aus Spar- und Darlehensvertrag – staatlich gefördert über die Wohnungsbauprämie.
Berufsunfähigkeitsrente
Monatliche Zahlung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn Du Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst – 60–80 % Deines Nettos sind empfohlen.
Betriebsrente
Auszahlung aus der betrieblichen Altersvorsorge im Rentenalter – nachgelagert besteuert und KV/PV-pflichtig.
Börse
Organisierter Marktplatz für Wertpapiere – wichtigste deutsche Börsen sind Frankfurt (Xetra) und Stuttgart.
Budgetplan
Monatliche Aufstellung von Einnahmen und geplanten Ausgaben – die 50-30-20-Regel ist ein beliebter Rahmen.
C
D
Diversifikation
Risikostreuung über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen, um Klumpenrisiken zu reduzieren.
Dividende
Anteil am Unternehmensgewinn, der an Aktionäre ausgeschüttet wird.
Depot
Konto bei einer Bank oder einem Broker, auf dem Wertpapiere wie ETFs, Aktien und Fonds verwahrt werden.
Deckungskapital
Angespartes Kapital in einer Lebens- oder Rentenversicherung – Basis für den Rückkaufswert bei Kündigung.
Direktversicherung
Durchführungsweg der bAV, bei dem der Arbeitgeber eine Lebens- oder Rentenversicherung für Dich abschließt.
DAX
Deutscher Aktienindex der 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands – für private Anleger zu wenig diversifiziert.
Deflation
Allgemeiner Rückgang des Preisniveaus – Gegenteil von Inflation und gefährlich für die Wirtschaft.
Dispositionskredit
Überziehungskredit auf dem Girokonto – mit 10–15 % Zinsen einer der teuersten Kredite überhaupt.
Depotverwaltung
Pflege Deines Wertpapierdepots – Rebalancing, Steueroptimierung und regelmäßige Strategieprüfung.
Durchschnittskosteneffekt
Cost-Average-Effekt – durch regelmäßiges Investieren wird der durchschnittliche Einstandskurs geglättet.
E
ETF (Exchange Traded Fund)
Börsengehandelter Indexfonds – breit gestreut, kostengünstig und transparent. Kern moderner Vermögensanlage.
Entgeltumwandlung
Umwandlung von Bruttogehalt in Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge – steuer- und sozialabgabenfrei in der Ansparphase.
Eigenkapital
Eigenes Vermögen für eine Investition – bei Immobilien sollten es mindestens 20 % des Kaufpreises sein.
Einmalanlage
Investition eines größeren Betrags auf einmal – historisch oft rentabler als ein Sparplan, aber mit höherem Timing-Risiko.
Erwerbsminderungsrente
Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung bei dauerhafter Erwerbsminderung – meist deutlich zu niedrig.
Erbschaftssteuer
Steuer beim Übergang von Vermögen durch Erbschaft oder Schenkung – Kinder haben 400.000 € Freibetrag alle 10 Jahre.
Erholungsbeihilfe
Steuerfreie Sonderzahlung des Arbeitgebers für Erholung – bis 364 € für eine Familie.
Einkommensteuer
Steuer auf das Einkommen natürlicher Personen – progressiv von 0 % bis 45 % plus Soli.
Elterngeld
Staatliche Leistung nach Geburt – 65–67 % des Nettoeinkommens für bis zu 14 Monate, mit Progressionsvorbehalt.
Einfuhrumsatzsteuer
Die Einfuhrumsatzsteuer ist eine Steuer auf Waren die aus Ländern außerhalb der EU eingeführt werden — sie beträgt in Deutschland 19 Prozent des Warenwertes.
Erste Tätigkeitsstätte
Die erste Tätigkeitsstätte ist der Ort dem ein Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist — sie bestimmt ob Fahrtkosten als Pendlerpauschale oder als Dienstreise abgesetzt werden können.
Energiesteuer
Die Energiesteuer ist eine staatliche Abgabe auf Kraft- und Heizstoffe wie Benzin, Diesel und Erdgas — sie ist im Energiesteuergesetz geregelt und beeinflusst direkt den Preis an der Tankstelle.
F
Freistellungsauftrag
Erteilst Du Deiner Bank, damit Kapitalerträge bis 1.000 € (Single) bzw. 2.000 € (Verheiratet) steuerfrei bleiben.
Fondspolice
Fondsgebundene Renten- oder Lebensversicherung mit Steuervorteilen in der Auszahlungsphase.
Festgeld
Geldanlage mit festem Zinssatz und fester Laufzeit – nicht verfügbar während der Laufzeit, ideal für mittelfristiges Parken.
Fondsgebundene Rentenversicherung
Rentenversicherung mit Anlage in Investmentfonds – höhere Renditechancen, aber auch höheres Risiko als klassische Verträge.
FIRE-Methode
Financial Independence, Retire Early – früh finanziell unabhängig durch hohe Sparquote und renditestarke Geldanlage.
Freibetrag
Betrag, der vom zu versteuernden Einkommen abgezogen wird – z. B. der Grundfreibetrag von 12.348 € (2026).
Finanzplan
Strukturierte Übersicht über Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Ziele – Grundlage jeder Finanzberatung.
Fondssparplan
Regelmäßiger, automatischer Kauf von Fondsanteilen – nutzt den Cost-Average-Effekt für langfristigen Vermögensaufbau.
Finanzielle Freiheit
Passive Einnahmen decken die Lebenshaltungskosten – nach der 4-%-Regel das 25-Fache der Jahresausgaben als Kapital.
Fondsmanager
Verwaltet aktiv gemanagte Fonds – schlägt langfristig selten einen einfachen ETF.
G
Grundfähigkeitsversicherung
Zahlt eine Rente bei Verlust definierter Grundfähigkeiten wie Sehen, Gehen oder Greifen.
Gesetzliche Rentenversicherung
Erste Säule der Altersvorsorge – Pflichtsystem für Arbeitnehmer, finanziert über das Umlageverfahren.
Gesamtkostenquote (TER)
Jährliche Gesamtkostenquote eines Fonds oder ETFs in Prozent des angelegten Kapitals – zentral für die Rendite.
Grundrente
Staatliche Aufstockung der gesetzlichen Rente für Menschen mit langen Beitragszeiten und niedrigem Einkommen – seit 2021 automatisch.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
Pflichtversicherung für Arbeitnehmer bis zur Versicherungspflichtgrenze – Beitrag 14,6 % vom Brutto plus Zusatzbeitrag.
Gehaltsverhandlung
Gespräch mit dem Arbeitgeber über mehr Gehalt – ab 2026 gestützt durch die EU-Entgelttransparenzrichtlinie.
Gesetzliche Rentenversicherung
Staatliches Pflichtrentensystem – finanziert je 9,3 % Beitrag von Arbeitnehmer und Arbeitgeber (2026).
Grundfreibetrag
Steuerfreier Grundbetrag des Einkommens – 12.348 € (Single, 2026); darunter keine Einkommensteuer.
Gehaltszettel
Monatliche Aufstellung von Bruttolohn, Abzügen und Nettolohn – pflichtbestandteil des Arbeitsverhältnisses.
Geldmarkt
Markt für kurzfristige Geldanlagen mit Laufzeit unter einem Jahr – Tagesgeld, Festgeld und Geldmarkt-ETFs.
Gesetzliche Unfallversicherung
Pflichtversicherung gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten – der Arbeitgeber zahlt die Beiträge allein.
Garantiezins
Vom Versicherer garantierter Mindestzins bei klassischen Lebens-/Rentenversicherungen – aktuell nur 1,0 %.
Gesamtschuldnerschaft
Mehrere Personen haften gemeinsam für eine Schuld – jeder kann für den Gesamtbetrag belangt werden.
H
Halbeinkünfteverfahren
Bei Auszahlung von Fondspolicen nach 62 und 12 Jahren wird nur die Hälfte des Gewinns mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.
Haftpflichtversicherung
Übernimmt Schäden, die Du anderen unbeabsichtigt zufügst – die wichtigste Versicherung überhaupt.
Homeoffice-Pauschale
6 € pro Homeoffice-Arbeitstag steuerlich absetzbar – maximal 1.260 € pro Jahr (210 Tage, Stand 2026).
Haushaltsplan
Aufstellung aller monatlichen Einnahmen und Ausgaben – Grundlage für gesunde Finanzen und Sparquote.
Hinterbliebenenversorgung
Finanzielle Absicherung von Ehepartner und Kindern im Todesfall – gesetzliche Renten plus private Risikoabsicherung.
Hypothek
Durch eine Immobilie besichertes Darlehen – klassische Form der Immobilienfinanzierung, heute meist als Annuitätendarlehen.
I
Inflation
Kaufkraftverlust des Geldes durch steigende Preise – größter Risikofaktor für klassische Sparer.
Immobilienkredit
Zweckgebundenes Darlehen zur Finanzierung von Wohneigentum – die Immobilie selbst dient als Sicherheit.
Index
Korb aus Wertpapieren, der die Entwicklung eines Marktes abbildet – z. B. DAX oder MSCI World.
Immobilie als Kapitalanlage
Vermietete Immobilie zur Renditeerzielung – Risiken: Leerstand, Mietausfall, steigende Zinsen.
Insolvenz
Zahlungsunfähigkeit – Privatinsolvenz führt nach 3 Jahren Wohlverhaltensphase zur Restschuldbefreiung.
Inflationsrate
Misst, wie stark Preise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind – 2022/23 zeitweise über 8 % in Deutschland.
Investmentfonds
Bündelt Kapital vieler Anleger und investiert es in Wertpapiere – aktiv gemanagt oder als passiver ETF.
J
Jährliche Renteninformation
Brief der Deutschen Rentenversicherung mit Deiner voraussichtlichen Rentenhöhe – ab dem 27. Lebensjahr automatisch.
Jobwechsel und Altersvorsorge
Was bei Jobwechsel mit bAV und Riester passiert – Mitnahme, Beitragsfreistellung oder private Weiterführung.
Jahresabschluss (persönlich)
Jährliche Überprüfung Deiner Finanzen – Vermögen, Schulden, Versicherungen, Vorsorge.
Jobticket
Vom Arbeitgeber bezuschusstes oder bezahltes ÖPNV-Ticket – seit 2020 steuer- und sozialabgabenfrei.
K
Kapitalertragsteuer
Sammelbegriff für Steuern auf Kapitalerträge – in Deutschland heute weitgehend gleich der Abgeltungssteuer.
Kaufkraft
Realer Wert des Geldes – wie viele Güter und Dienstleistungen Du für einen bestimmten Betrag kaufen kannst.
Krankentagegeld
Versicherungsleistung, die Dein Einkommen absichert, wenn die Lohnfortzahlung nach 6 Wochen Krankheit endet.
Kaskoversicherung
Schützt Dein eigenes Fahrzeug – Teilkasko bei Diebstahl und Elementarschäden, Vollkasko zusätzlich bei eigenem Verschulden.
Kinderzulage
Staatlicher Zuschuss zur Riester-Rente: 300 € pro Jahr und Kind (ab 2008 geboren) bzw. 185 € (vor 2008).
Kirchensteuer
Zuschlag von 8–9 % auf die Einkommensteuer für Kirchenmitglieder – als Sonderausgabe absetzbar.
Krankengeld
Leistung der GKV nach 6 Wochen Lohnfortzahlung – 70 % brutto, max. 90 % netto, höchstens 78 Wochen.
Kreditkarte
Zahlungsmittel mit kurzfristigem Kredit – Vorsicht bei Revolving-Karten mit hohen Zinsen.
Kapitalmarkt
Markt für langfristige Kapitalanlagen wie Aktien, Anleihen und ETFs – Grundlage für privaten Vermögensaufbau.
Konsolidierung
Mehrere Kredite oder Verträge zu einem zusammenführen – meist mit dem Ziel günstigerer Konditionen.
Krankenversicherungsbeitrag
2026 in der GKV 14,6 % vom Brutto plus Zusatzbeitrag – je hälftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
L
Lebensversicherung
Sammelbegriff für Versicherungen, die im Todes- oder Erlebensfall leisten – als Risikoschutz oder Sparform.
Lohnsteuer
Einkommensteuer auf Arbeitseinkommen – wird direkt vom Arbeitgeber einbehalten und ans Finanzamt abgeführt.
Lohnsteuererklärung
Einkommensteuererklärung für Arbeitnehmer – im Schnitt 1.095 € Rückerstattung (Destatis, Veranlagungszeitraum 2020).
Liquidität
Wie schnell ein Vermögenswert in Bargeld umgewandelt werden kann – Tagesgeld ist liquid, Immobilien sind illiquid.
Laufzeit
Zeitraum eines Vertrags – bei Anlagen bestimmt sie den Zinseszinseffekt, bei Krediten die Tilgungsdauer.
Leitzins
Zinssatz der Zentralbank – beeinflusst Tagesgeld-, Hypotheken- und Kreditzinsen.
Langzeitpflege
Dauerhafte professionelle Pflege – Pflegeheime kosten 2026 im Schnitt 3.000–5.000 € monatlich Eigenanteil.
Lohnfortzahlung
Gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers: Bei Krankheit zahlt er bis zu 6 Wochen das volle Gehalt weiter.
M
MSCI World
Aktienindex mit über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern – beliebter Basisindex für ETF-Anleger.
Minijob
Beschäftigung bis 602 € monatlich (2026) – sozialversicherungsfrei, aber mit eingeschränkten Ansprüchen.
Musterportfolio
Beispiel-Zusammensetzung eines Anlageportfolios – Einsteiger sind mit Ein-ETF-Portfolios meist am besten beraten.
Mietrendite
Prozentualer Ertrag einer vermieteten Immobilie zum Kaufpreis – brutto und netto unterschiedlich.
Marktkapitalisierung
Gesamtwert aller Aktien eines Unternehmens – Kurs mal Aktienanzahl. Bestimmt die Gewichtung in Indizes.
Mindestlohn
Gesetzliche Untergrenze für Arbeitsentgelt in Deutschland – seit 01.01.2026 13,90 € pro Stunde, ab 01.01.2027 14,60 €.
N
Nachgelagerte Besteuerung
Beiträge sind in der Ansparphase steuerlich begünstigt, dafür werden Auszahlungen im Alter voll besteuert.
Nettolohn
Tatsächlich ausgezahltes Gehalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben vom Bruttolohn.
Notfallreserve
Liquides Finanzpolster von 3 Nettomonatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto – für unvorhergesehene Ausgaben.
Nachlassplanung
Maßnahmen zur Übertragung von Vermögen im Todesfall – mit Testament, Schenkungen und Vorsorgevollmacht.
Nebeneinkünfte
Einkünfte neben dem Hauptberuf – bis 410 € jährlich steuerfrei, darüber steuerpflichtig.
Nettokaltmiete
Grundmiete ohne Nebenkosten – Basis für Mietrenditeberechnung und Mietspiegel.
Nettorendite
Tatsächliche Rendite nach Steuern, Kosten und Inflation – einzig relevante Kennzahl für Anleger.
O
P
Pflegeversicherung
Sichert das Pflegerisiko ab – die gesetzliche Versicherung deckt nur einen Teil der tatsächlichen Kosten.
Private Krankenversicherung (PKV)
Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamte, Selbstständige und Gutverdiener mit individuellen Tarifen.
Progressionsvorbehalt
Erhöht Deinen Steuersatz, wenn Du steuerfreie Lohnersatzleistungen wie Elterngeld oder Kurzarbeitergeld bezogen hast.
Pendlerpauschale
Seit 2026: 0,38 € pro Kilometer ab dem ersten Kilometer des einfachen Arbeitswegs – als Werbungskosten absetzbar.
Portfolio
Gesamtheit aller Finanzanlagen einer Person – Aktien, ETFs, Anleihen, Immobilien etc. Ausgewogen reduziert es das Risiko.
Passives Einkommen
Einkommen ohne aktive Arbeit – Dividenden, Mieteinnahmen, Zinsen. Basis finanzieller Freiheit.
Pensionskasse
Durchführungsweg der bAV – eigenständige Versorgungseinrichtung, branchen- oder firmenweit organisiert.
Pflegegrad
Bestimmt den Umfang der Pflegeleistungen (1–5) – die Lücke zum tatsächlichen Pflegebedarf ist groß.
Private Rentenversicherung
Ergänzung zur gesetzlichen Rente – fondsgebunden meist deutlich renditestärker als klassische Varianten.
Pflegelücke
Die Pflegelücke ist die Differenz zwischen den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Pflegekosten — sie beträgt heute oft 2.000 bis 3.000 Euro monatlich.
Pflegemindestlohn
Der Pflegemindestlohn ist ein branchenspezifischer gesetzlicher Mindestlohn für Pflegebeschäftigte — ab Juli 2026 beträgt er je nach Qualifikation zwischen 16,52 und 21,03 Euro pro Stunde.
R
Rentenlücke
Differenz zwischen gewünschtem Einkommen im Ruhestand und der zu erwartenden gesetzlichen Rente.
Rürup-Rente (Basisrente)
Steuerlich geförderte private Altersvorsorge – besonders attraktiv für Selbstständige und Gutverdiener.
Riester-Rente
Staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen – v. a. für Familien attraktiv.
Risikolebensversicherung
Zahlt eine vereinbarte Summe an Hinterbliebene im Todesfall – wichtig für Familien und Kreditnehmer.
Risikoprofil
Persönliche Bereitschaft und Fähigkeit, Schwankungen und mögliche Verluste in der Geldanlage zu tragen.
Rebalancing
Regelmäßige Wiederherstellung der ursprünglichen Portfoliogewichtung, um das gewünschte Risikoprofil zu erhalten.
Rentenbescheid
Offizielles Dokument der Deutschen Rentenversicherung, das Höhe und Berechnung Deiner Rente festlegt.
Rendite
Prozentualer Gewinn einer Geldanlage bezogen auf das eingesetzte Kapital. Ein MSCI-World-ETF erzielte historisch ca. 7–10 % p. a.
Rentenpunkte
Währung der gesetzlichen Rentenversicherung – pro Jahr Durchschnittsverdienst gibt es einen Punkt, 2026 ca. 39,32 € wert.
Rentenalter
Gesetzliches Rentenalter in Deutschland: 67 Jahre (Jahrgänge ab 1964). Frühere Rente bedeutet 0,3 % Abschlag pro Monat.
Rohstoffe
Eigene Anlageklasse aus Gold, Öl, Agrarrohstoffen u. a. – oft Inflationsschutz, im Portfolio meist Beimischung.
Risikostreuung
Verteilung des Kapitals auf viele Anlagen – minimiert das Verlustrisiko ohne Renditeverlust.
Rentenversicherungsnummer
Lebenslange Identifikationsnummer der gesetzlichen Rentenversicherung – steht auf Sozialversicherungsausweis.
Rente mit 63
Die Rente mit 63 ist die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte mit 45 Beitragsjahren — die Rentenkommission 2026 empfiehlt ihre Abschaffung nach 2031.
Rentenkommission
Die Rentenkommission ist ein unabhängiges Expertengremium das Empfehlungen für die Reform des gesetzlichen Rentensystems erarbeitet — 2026 legte sie 33 Empfehlungen für die Zeit nach 2031 vor.
S
Sparerpauschbetrag
Steuerfreibetrag auf Kapitalerträge: 1.000 € pro Person, 2.000 € bei Verheirateten (seit 2023, unverändert 2026).
Sparplan
Regelmäßige Investition fester Beträge – nutzt den Cost-Average-Effekt und baut langfristig Vermögen auf.
Sondervermögen
Fondsvermögen wird getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt – Schutz im Insolvenzfall.
Sachwerte
Reale Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien oder Gold – langfristig Schutz vor Inflation.
Staatliche Förderungen
Zulagen, Steuervorteile und Zuschüsse – lassen sich gezielt nutzen, um Vermögen schneller aufzubauen.
Sonderausgaben
Private Ausgaben, die das Gesetz steuerlich begünstigt – z. B. Vorsorgeaufwendungen, Spenden und Kirchensteuer.
Solidaritätszuschlag
Zusatzsteuer auf die Einkommensteuer – seit 2021 nur noch für Gutverdiener ab ca. 62.603 € zu versteuerndem Einkommen (Single, 2026).
Steuerklasse
Bestimmt, wie viel Lohnsteuer monatlich einbehalten wird – sechs Klassen, abhängig von Familienstand und Einkommen.
Schufa
Wichtigste Bonitätsauskunft in Deutschland – ein negativer Eintrag erschwert Kredite, Mietverträge und mehr.
Sozialversicherung
Deutsches System der Pflichtversicherungen – Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.
Steuererklärung
Jährliche Abrechnung mit dem Finanzamt – im Schnitt 1.095 € Rückerstattung für Arbeitnehmer (Destatis, Veranlagungszeitraum 2020).
Sachbezug
Nicht-monetäre Leistung des Arbeitgebers – bis 50 € monatlich steuer- und abgabenfrei.
Selbstbehalt
Eigenanteil im Schadensfall – höherer Selbstbehalt senkt die Versicherungsprämie.
Sondertilgung
Zusätzliche Kredittilgung außerhalb der regulären Rate – verkürzt Laufzeit, spart Zinsen.
Steuerabzug
Reduziert das zu versteuernde Einkommen – z. B. Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen.
Steuerprogression
Höheres Einkommen wird mit höherem Steuersatz belastet – in Deutschland bis 45 % Spitzensteuersatz.
Steuerstundung
Verschiebt die Steuerzahlung in die Zukunft – z. B. bei thesaurierenden ETFs erst beim Verkauf.
T
Thesaurierend
Fondstyp, bei dem Dividenden und Zinsen automatisch reinvestiert werden – maximiert den Zinseszinseffekt.
Tagesgeld
Flexible Geldanlage mit täglicher Verfügbarkeit und variablem Zins – ideal als Notfallreserve.
Tilgung
Rückzahlung des Kreditbetrags – bei Immobilien empfohlen mindestens 2–3 % Anfangstilgung.
Tarifvertrag
Vertrag zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband über Gehälter und Arbeitsbedingungen.
Transparenz (Finanzberatung)
Berater legt seine Vergütung offen – Provisions- oder Honorarberatung. FINABLE arbeitet ohne Provisionsanreize.
U
Unfallversicherung
Zahlt bei bleibenden Beeinträchtigungen durch Unfälle – 24/7, weltweit, auch in der Freizeit.
Urlaubsgeld
Freiwillige Sonderzahlung des Arbeitgebers – voll steuerpflichtig; steuerfreie Alternative: Erholungsbeihilfe.
Umlageverfahren
Finanzierungsprinzip der gesetzlichen Rente – heutige Beitragszahler finanzieren heutige Renten.
V
Vorabpauschale
Jährliche Vorabbesteuerung thesaurierender Fonds und ETFs – wird auf den späteren Verkaufsgewinn angerechnet.
Versorgungslücke
Differenz zwischen abgesichertem Bedarf und tatsächlich vorhandenen Leistungen – etwa im Alter, bei Berufsunfähigkeit oder Pflege.
Vermögenswirksame Leistungen (VL)
Geldleistung des Arbeitgebers zum Vermögensaufbau – staatlich gefördert über Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie.
Vorauszahlung (Steuer)
Vierteljährliche Steuervorauszahlung für Selbstständige und Anleger mit Nebeneinkünften – berechnet anhand der Vorjahressteuer.
Versicherungspflichtgrenze
Einkommensgrenze, ab der Arbeitnehmer in die PKV wechseln dürfen – 2026 allgemein 77.400 €/Jahr (6.450 €/Monat).
Vermietung und Versteuerung
Mieteinnahmen sind steuerpflichtig – Zinsen, AfA und Renovierungen mindern die Steuerlast.
Verlustverrechnung
Verluste aus Kapitalanlagen mit Gewinnen verrechnen – senkt die Abgeltungssteuer.
Vorsorgevollmacht
Ermächtigt eine Vertrauensperson, für Dich zu entscheiden, wenn Du es nicht mehr kannst.
Vermögensteuer
Steuer auf privates Vermögen – in Deutschland aktuell nicht erhoben, aber politisch diskutiert.
Vorsorgeaufwendungen
Ausgaben für Versicherungen und Altersvorsorge – steuerlich als Sonderausgaben absetzbar.
Verpflegungsmehraufwand
Der Verpflegungsmehraufwand ist eine steuerliche Pauschale für Mehrausgaben bei Dienstreisen — 2026 beträgt er 14 Euro für mehr als 8 Stunden und 28 Euro für den ganzen Tag.
W
Werbungskosten
Beruflich bedingte Ausgaben, die von der Steuer absetzbar sind – Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.230 € (2026).
Wohnungsbauprämie
Staatliche Förderung von 10 % auf Bauspareinlagen – bis zu 70 € jährlich für Singles mit niedrigem bis mittlerem Einkommen.
Witwenrente
Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung an überlebende Ehepartner – große Witwenrente 55 % der Rente des Verstorbenen.
Wechselkosten
Kosten beim Wechsel von Finanzprodukten – z. B. Stornogebühren oder steuerliche Folgen.
Wertpapier
Handelbares Finanzinstrument wie Aktien, Anleihen oder ETFs – wird an Börsen gehandelt und im Depot verwahrt.
Wertentwicklung
Performance eines Fonds oder ETFs über einen Zeitraum – Vergangenheitswerte sind keine Garantie.
Wohnriester
Eigenheimrente – Nutzung des Riester-Guthabens für selbstgenutztes Wohneigentum.
Wartezeit (Rente)
Mindestversicherungszeit für einen gesetzlichen Rentenanspruch – Regelaltersrente: 5 Jahre.
Wertpapierkennnummer (WKN)
6-stellige deutsche Wertpapierkennnummer – international wird die 12-stellige ISIN verwendet.
Z
Zinseszinseffekt
Erträge werden mitverzinst – langfristig der wichtigste Hebel beim Vermögensaufbau.
Zusatzbeitrag (GKV)
Kassenindividueller Aufschlag auf den GKV-Beitrag – 2026 zwischen 1,7 % und 3,8 %. Ein Wechsel spart oft mehrere hundert Euro pro Jahr.
Zwei-Säulen-Modell
Kombination aus gesetzlicher Rente und privater bzw. betrieblicher Altersvorsorge – Standard zur Vermeidung von Altersarmut.
Zins
Vergütung für das Überlassen von Kapital – bei Sparkonten erhältst Du Zinsen, bei Krediten zahlst Du sie.
Zwangsvollstreckung
Gerichtliches Verfahren zur Durchsetzung von Geldforderungen – durch gute Planung und Absicherung vermeidbar.
Zulagenantrag
Jährlicher Antrag auf Riester-Zulagen – meist automatisch durch den Anbieter gestellt.
Zinswende
Wechsel von Niedrig- zu Hochzinsphase – seit 2022 hat die EZB die Zinsen stark erhöht.
Zugewinngemeinschaft
Gesetzlicher Güterstand der Ehe in Deutschland – Vermögen bleibt getrennt, Zugewinn wird bei Scheidung ausgeglichen.
Zollfreigrenze
Die Zollfreigrenze war eine EU-weite Regelung die Pakete aus Drittstaaten bis zu einem Warenwert von 150 Euro von Zollgebühren befreit hat — ab Juli 2026 wurde sie abgeschafft.