Stand: Juni 2025
Was bedeutet nachhaltig investieren überhaupt?
Nachhaltig investieren bedeutet nicht nur auf Rendite zu achten sondern auch auf ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG). Es gibt verschiedene Ansätze: Ausschlusskriterien (keine Waffen, Tabak, Kohle), Best-in-Class (die nachhaltigsten Unternehmen jeder Branche) und Impact Investing (gezielt in Lösungen für gesellschaftliche Probleme investieren).
ESG-Investing: Was es kann und was nicht
ESG-ETFs schließen bestimmte Unternehmen aus und gewichten nachhaltigere Unternehmen höher. Das Ergebnis: ein Portfolio das ähnliche Renditen wie der Gesamtmarkt erzielt – aber mit besserem Gewissen. Der MSCI World ESG Leaders hat in den letzten 10 Jahren vergleichbare Renditen zum klassischen MSCI World erzielt bei leicht niedrigerer Volatilität.
Greenwashing: Die dunkle Seite
Nicht alles was grün klingt ist grün. Greenwashing – irreführende Nachhaltigkeitsbehauptungen – ist weit verbreitet. Achte auf anerkannte Standards wie MSCI ESG Rating, Sustainalytics oder EU-Taxonomie-Konformität. Billige ETFs mit „ESG“ im Namen aber ohne echte Kriterien sind kein nachhaltiges Investment.
Impact Investing als nächste Stufe
Wer wirklich etwas bewegen will, schaut sich Impact Investments an – gezielt in erneuerbare Energien, Wasserversorgung oder soziale Projekte. Diese sind oft weniger liquide aber haben einen messbaren positiven Effekt. Für einen kleinen Teil des Portfolios (5–15 %) kann das sinnvoll sein.
Fazit
Nachhaltig investieren und gute Rendite sind kein Widerspruch. Wer auf echte ESG-Qualität achtet und Greenwashing vermeidet, kann sein Gewissen und sein Depot gleichermaßen schonen.

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