Stand: Februar 2024
Zins- und Renditeumfeld 2024
Nach der EZB-Zinswende 2022-2023 boten viele Banken plötzlich wieder 3-4 % auf Tagesgeld. Das klingt attraktiv – und für kurzfristiges Parken von Geld ist es auch sinnvoll. Aber wer langfristig Vermögen aufbauen will, braucht mehr als Tagesgeld.
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds der einen Marktindex wie den MSCI World automatisch abbildet. Im historischen Durchschnitt erzielen breit gestreute ETFs eine Rendite von 7–10% pro Jahr — deutlich mehr als ein Tagesgeldkonto mit aktuell 2–3%.
Was Tagesgeld kann – und was nicht
Tagesgeld ist sicher, flexibel und durch die Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt. Perfekt für den Notgroschen (3-6 Monatsgehälter) und kurzfristige Rücklagen. Aber: Nach Abgeltungssteuer (26,375 %) und Inflation bleibt bei 4 % Zins real kaum etwas übrig.
Was ETFs langfristig leisten
Ein ETF auf den MSCI World hat in den letzten 30 Jahren durchschnittlich 7-9 % pro Jahr erzielt – nach Kosten. Das entspricht einer Verdopplung des Kapitals alle 8-10 Jahre. Wer 10.000 € für 20 Jahre anlegt, hat mit ETF statistisch 35.000-50.000 € – mit Tagesgeld vielleicht 14.000 €.
Fazit
Tagesgeld und ETF schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich. Notgroschen auf Tagesgeld, langfristiges Vermögen in ETFs. Wer beides richtig kombiniert, ist gut aufgestellt.

Gründer & lizenzierter Finanzberater (§34d/34f GewO) · FINABLE
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