Gold als Geldanlage: Sinnvoll oder Mythos?

15. September 2024 5 Min Jann
Gold als Geldanlage: Sinnvoll oder Mythos?

Stand: Juli 2026

Was spricht für Gold?

Gold hat über Jahrtausende seinen Wert behalten. In Krisenzeiten – Inflation, Währungskrisen, geopolitische Unsicherheiten – steigt der Goldpreis oft stark an. Gold ist ein weltweit anerkanntes Wertaufbewahrungsmittel das keine Währung ersetzen kann. Als Absicherung gegen extreme Szenarien hat Gold seinen Platz im Portfolio.

Was spricht gegen Gold?

Gold zahlt keine Dividenden, keine Zinsen und keinen Cashflow. Wer Gold hält wartet einfach darauf dass der Preis steigt. Langfristig hat Gold deutlich schlechter abgeschnitten als Aktien: Der MSCI World hat über 30 Jahre im Schnitt 7–9 % p.a. erzielt – Gold nur etwa 3–4 %. Dazu kommen Lagerkosten wenn Du physisches Gold kaufst.

Wie Du Gold sinnvoll einsetzt

Gold als 5–10 % Depotbeimischung kann sinnvoll sein – als Diversifikation und Absicherung gegen extreme Ereignisse. Nicht als Hauptanlage. Wer Gold kaufen will hat mehrere Optionen: physisches Gold (Münzen, Barren), Gold-ETCs (börsengehandelte Zertifikate) oder Gold-ETFs. Für die meisten Anleger sind Gold-ETCs die praktischste Option.

Was Du vermeiden solltest

Gold-Zertifikate mit Hebeleffekt sind Spekulation, keine Geldanlage. Schmuck als Geldanlage lohnt sich nicht – der Aufpreis für Verarbeitung ist zu hoch. Und: Wer sein gesamtes Vermögen in Gold steckt, verpasst langfristig erhebliche Rendite.

Fazit

Gold ist kein Mythos – aber auch kein Wundermittel. Als kleine Beimischung zur Diversifikation kann es sinnvoll sein. Als Hauptanlage ist es langfristig deutlich schlechter als ein breit gestreutes ETF-Portfolio.

Häufige Fragen zu Gold als Geldanlage

Jann
Jann

Gründer & lizenzierter Finanzberater (§34d/34f GewO) · FINABLE

Schreibt über Steueroptimierung, Altersvorsorge und Vermögensaufbau – verständlich, transparent und ohne Vertriebsdruck.