Stand: April 2026
Fehler 1: Keine Steuererklärung machen
Der teuerste Fehler überhaupt: gar keine Steuererklärung abgeben. Wer zur Abgabe verpflichtet ist riskiert Säumniszuschläge. Wer freiwillig abgibt bekommt im Schnitt über 1.000 € zurück. Die Deadline für freiwillige Abgaben ist 4 Jahre rückwirkend – also kannst Du 2025 noch die Erklärungen für 2021–2024 einreichen.
Fehler 2: Homeoffice-Pauschale vergessen
Seit 2023 gibt es die vereinfachte Homeoffice-Pauschale von 6 € pro Tag, maximal 1.260 € jährlich. Kein separates Arbeitszimmer nötig. Wer 3 Tage pro Woche zu Hause arbeitet, kann den vollen Betrag geltend machen – ohne einen Nachweis eines abgeschlossenen Zimmers.
Fehler 3: Freistellungsauftrag nicht gestellt
Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank automatisch Abgeltungssteuer auf alle Kapitalerträge ab – auch wenn Du unter dem Pauschbetrag von 1.000 € liegst. Du bekommst das Geld zwar über die Steuererklärung zurück, aber nur wenn Du eine machst. Besser: Freistellungsauftrag direkt bei der Bank stellen.
Fehler 4: Verlustverrechnungstöpfe ignorieren
Verluste aus Aktienverkäufen können nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden – nicht mit ETF-Gewinnen oder Zinsen. Viele Anleger wissen das nicht und verlieren den Steuervorteil. Prüfe am Jahresende ob Du Verluste realisieren kannst um die Steuerlast zu reduzieren.
Fehler 5: Altersvorsorgebeiträge nicht absetzen
Rürup-Beiträge sind bis zu 29.344 € (2025) vollständig absetzbar. Riester-Beiträge bis 2.100 €. Wer diese Posten vergisst, verschenkt Hunderte bis Tausende Euro Steuererstattung pro Jahr.
Fazit
Die häufigsten Steuerfehler sind vermeidbar – wenn man sie kennt. Wer die Steuererklärung 2025 sorgfältig macht und alle Möglichkeiten ausschöpft, holt sich im Schnitt über 1.000 € zurück.

Gründer & lizenzierter Finanzberater (§34d/34f GewO) · FINABLE
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